Geschichte

Die Geschichte des Supporters Club Trier 2001

Die folgenden Zeilen beschreiben die Geschichte des Supporters Club Trier 2001 von den Anfängen im November 2001 bis zum heutigen Tag. Dieser Artikel ist nicht in einem Guss geschrieben worden, sondern im Laufe der Jahre durch verschiedene Protagonisten nach und nach erweitert worden. Dies erklärt die unterschiedlichen Schreibstile und die unterschiedlichen Schwerpunkte, verdeutlicht aber auch die Verschiebung von einem reinen Choreoverband hin zum Fanclubdachverband mit stark abweichenden Zielsetzungen.
Am 03.11.2001 war es soweit. Eine Idee, die mehr und mehr im deutschen Fußball von treuen Fans ihrer Vereine umgesetzt wird, wird auch in Trier verwirklicht. Die Fans vom Hamburger SV waren wohl die ersten, die erkannt haben, dass die Fankultur noch lange nicht seine Vollendung gefunden hat. Tolle Choreographien wie man sie in sehr vielen Stadien Deutschlands sieht, beleben die Fankultur und drücken die Gefühle der Fans aus. Doch für die Anhänger heißt das vor allem auch eins: INVESTIEREN. Meist wurden die Aktionen von einzelnen Fanclubs finanziert, was natürlich die Fanclubkasse enorm strapazierte. Aber auch viel Zeit musste investiert werden, da größere Aktionen gut und weit im Voraus geplant und vorbereitet werden müssen. Je aufwendiger die Aktionen desto zeit- und kostenintensiver sind diese auch. Das solche Aktionen nicht regelmäßig von einzelnen Fanclubs durchgeführt werden konnten ist logisch. Also lag die Idee nahe, die Kräfte zu bündeln. So können große Aktionen durchgeführt werden, ohne einen Fanclub stark zu belasten. Die Arbeit und die finanziellen Kosten können so auf mehrere Schultern verteilt werden. Folglich sind viel mehr und qualitativ bessere Aktionen durchführbar. Da dieses Projekt bei anderen Vereinen (wie z.B. Hamburger SV) bis zu diesem Zeitpunkt hervorragend verlief, entschlossen sich 2 Anhänger der heimischen Eintracht, dieses Projekt in Trier zum Laufen zu bekommen. Nach längeren Überlegungen, entschloss man sich in Absprache mit dem hiesigen Fanbeauftragen, ein Fantreffen im kleinen Kreis anzusetzen. Zu diesem Fantreffen kamen Mitglieder einiger Fanclubs (“Moselhaie ´93″, “Trierer Hautzen”, “Moselgötter”, “Die Römer”, “Jannessen” usw.), sowie vereinzelte “Fanclub-lose”. So sollte auf diesem Fantreffen die Idee vorgestellt werden um Feedback zu dieser Idee zu bekommen. Nachdem das Projekt vorgestellt wurde war der Anfang gemacht, denn die Reaktionen waren sehr positiv. Die ca. 30 Anwesenden zeigten sich begeistert von dieser Idee und gaben alle ihr Wort, sich am SCT aktiv zu beteiligen. An diesem 03.11.01 war also die Gründung des “Supporters Club Trier ´01″ beschlossene Sache. Auf diesem und folgenden Treffen wurden zunächst organisatorische Dinge geklärt. So einigte man sich schnell über den Mitgliedsbeitrag, Laufzeit der Mitgliedschaft, Kündigungsrechte, Aufgabenverteilung usw. Diese und weitere Punkte wurden dann in einer Satzung niedergeschrieben, die Grundlage der Mitgliedschaft im Supporters Club ist. Nach Ausgabe der Satzung konnte man auch sehr schnell die ersten Mitglieder gewinnen. Unter anderem wurden auf einem Informationsabend des SV Eintracht Trier 05 e.v. auch Vorstandsmitglieder des Vereins als Mitglieder gewonnen. In Zukunft wurden auf regelmäßigen Treffen Choreographien geplant, wobei jedes Mitglied seine Idee mit einbringen kann. Durch Abstimmungen werden die Choreographien festgelegt und gemeinsam an der Durchführung gearbeitet. Da es keine Anwesenheitspflicht für solche Treffen gibt, ist es einem Mitglied auch möglich, sich ausschließlich an der Finanzierung zu beteiligen. Zu den ersten Pflichtspielen nach der Winterpause 2001/2002 wurden dann auch die ersten Aktionen des Supporters Club präsentiert. Begonnen wurde mit einigen kleineren Aktionen die sich dann im Laufe der Rückrunde und der Hinrunde der nächsten Saison immer mehr steigerten. Nach dem die anfängliche Euphorie verflogen war schlief das ganze leider so ziemlich ein. Führende Mitglieder zogen sich fast gänzlich zurück und die Arbeit blieb an einigen wenigen hängen. Auch diese verloren, auf sich alleine gestellt, mehr und mehr die Lust sich zu engagieren. So verging der Rest der Saison 2002/2003 sowie die Hinrunde der Saison ohne auch nur eine einzige Aktion des SCT´s gesehen zu haben. Aufgrund dessen sank die Zahl der zahlenden Mitlieder rapide in den Keller. Mitte des Jahres 2003 begann sich eine neue Generation an aktiven aus der Fanszene zu formieren. Ende der Saison wurde dann auch wieder die erste, wenn auch kleine Aktion durchgeführt. In der Hinrunde der Saison 2004/2005 lief der Choreomotor dann auf Hochtouren, bei fast jedem Heimspiel wurde etwas präsentiert. Höhepunkte der Saison waren zweifelsohne die 50m Blockfahne gegen Köln sowie die Papptafelchoreografie auf der Haupttribüne im Derby gegen die „verbotene Stadt“. Im Januar 2005 sollten dann auch endlich die Strukturen des SCT der geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Bei der ersten Jahreshauptversammlung waren lediglich 20 der über 100 angemeldeten Mitglieder anwesend. Es wurde eine neue Satzung verabschiedet und ein dreier Vorstand gewählt. Die Mitgliederliste wurde aktualisiert was zur Folge hatte das nur noch knapp 60 zahlende Mitglieder geführt wurden. In der Rückrunde der Saison erschien dann erstmal die zu jedem Heimspiel erscheinende Blockschrift des SCT, die „Supporters News“ erscheinen mittlerweile in einer Auflage von 750 Stück. Im Fanshop im Stadion wurde eine eigene SCT-Theke eröffnet und in der Ostkurve ein eigener Stand aufgebaut. Es wurde die Aktion „100 Jahre-100 Mitglieder“ ins Leben gerufen, mit dieser bis zum 100. Geburtstag des Vereins 100 Mitglieder erreicht werden sollten. Pünktlich zur Geburtstagsfeier im „Null-Fünf“ wurde die 100-Mitgliedermarke geknackt. An diesem Wochenende gab es auch erstmals auswärts eine Choreo zu bestaunen. In Aachen wurde eine 12*18m große Blockfahne sowie das Spruchband „100 Jahre SVE“ präsentiert. Bis zum Ende der Saison konnte die Mitgliederzahl auf über 120 gesteigert werden.

Auch wenn es im SCT noch so gut lief, fehlte trotzdem der sportliche Erfolg .So begann im Sommer 2005 mit dem Abstieg aus der 2. Liga eine lange Misere, die auch an der Fanszene nicht spurlos vorbei ging. Anfangs herrschte noch eine Euphorie und die Mission „Wiederaufstieg“ stand auf dem Programm. Da der Verein sich aus einigen Bereichen zurückgezogen hatte, sprang der SCT in die Bresche und setzte ab der Saison 2005/2006 zu allen Auswärtsspielen Fanbusse ein. Auch ein Lifeticker, um die daheim gebliebenen mit Infos zu versorgen, wurde ins Leben gerufen.
Auch die lange geplante und mehrmals verschobene 100-jahres Choreografie wurde verwirklicht. Papptafeln auf der Haupttribüne, riesige Doppelhalter in der Ostkurve und ein 130m langes Spruchband verkündeten den Geburtstag der alten Dame Eintracht Trier.
Doch alles abseits des Platzes nützt letztendlich nichts, wenn die Mannschaft nicht das tut, wofür sie bezahlt wird. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga folgte das direkte Durchreichen in die Oberliga. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte war die Eintracht nur noch viertklassig. In der Saison 2006/2007 tingelte man von Dorf zu Dorf und belächelte das ein oder andere „Stadion“ der Oberliga.
Aus finanziellen Gründen wurde der Fanshop im Stadion abgebaut um jedoch weiterhin eine Anlaufstelle für Fans bieten zu können, wurde ein alter Bauwagen bei ebay ersteigert und in Eigenarbeit renoviert. Es wurden weiterhin zu jedem Auswärtsspiel mehrere Busse eingesetzt, dennoch machte sich im Laufe der Saison Tristesse breit. Choreografien wurden seltener und viele eingesessene Mitglieder zogen sich mehr und mehr zurück. Auch in der darauf folgenden Saison lief es nicht gerade prickelnd. Zwar ging es sportlich mit der Qualifikation für die neue Regionalliga West wieder bergauf, doch für den SCT war es die wohl schwärzeste Saison in seiner Geschichte.
Zuerst musste nach Intervention der Stadt unser Bauwagen aus dem Stadion entfernt und ein Ersatz gefunden werden. Diesen fanden wir in Form eines ehemaligen Getränkecontainers des Caterers im Stadion. Als Krönung kündigte eines der Vorstandsmitglieder das Konto und verschwand mit allen Unterlagen und einer beträchtlichen Menge Geld auf Nimmerwiedersehen!
Dies führte zu einem halbherzigen Neuanfang. Ein neues Konto wurde eröffnet und jedes Mitglied musste einen neuen Mitgliedsantrag ausgefüllten. Das gelang natürlich nur noch bei einem Teil der alten Mitglieder und so schrumpfte die Mitgliederzahl auf unter. 50.
Die folgenden eineinhalb Jahre waren gekennzeichnet von einer großen Lethargie. Es geschah so gut wie nichts mehr. Auch Zerwürfnisse innerhalb der Fanszene vereinfachten die Situation nicht. Seit dem Jahre 2010 ging es endlich wieder aufwärts. 2 neue Vorstandsmitglieder traten ihre Ämter an und brachten frischen Wind in die Geschichte. Dadurch fanden auch einige der altgedienten wieder Spaß an der Sache und so läuft es momentan.
Die Mitgliederanzahl steigt kontinuierlich und liegt im Dezember 2012 schon wieder bei über 120 Mitgliedern. Die Mitgliederverwaltung wurde durch ein neues Verwaltungsprogramm auf neue und professionelle Füße gestellt. Wir bekamen vom Verein die Möglichkeit zusammen mit dem Fanshop in eine der neuen Buden im Stadion einzuziehen. Die Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Trier klappt bestens. Es wurden gemeinsame Fanabende organisiert und die Ausstellung „Tatort Stadion“ wird ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt organisiert. Auch das komplette Merchandising von Entwurf, über Bestellung und Verkauf im Stadion wickeln wir zur Unterstützung des Vereins ab.

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