Geschichte

Der 11. März 1905, ein Datum, dass allen Eintrachtfans in Erinnerung bleiben wird. Denn an diesem Tag wurde der SV Eintracht Trier 05, noch als „Trierer Fußball-Club 1905″, von 13 jungen Männern unter der Schirmherrschaft vom „Vater des Trierer Fußballs” Ernst Vent gegründet. Die erste Zeit wurde auf einer Wiese im Palastgarten vor dem Kurfürstlichen Palais. Das erste Heimspiel wurde am 10.11.1905 prompt mit 12:0 gewonnen. Kurioserweise gegen Ernst Vent selbst, der zu diesem Zeitpunkt beim Gegner, dem FC Germania Saarbrücken spielte.

1911 folge dann die Umbenennung in „Sportverein Trier 05“ und 1912 und 1913 spielte man als Mosel-Bezirksmeister sogar gegen Mannschaften aus London und Paris.
In diesem Zeitraum entstanden in Trier weitere Fußballvereine, unter anderem auch der „SV Eintracht Trier 06“ im Jahre 1921, welcher aus einer Fusion aus den „Vereinigten Rasenspieler 06“ und dem „SV Alemannia Trier 09“ hervorging. Weitere Versuche die Trierer Fußballkräfte zu bündeln scheiterten immer wieder an persönlichen Interessen der einzelnen Vereine. Trotzdem gab es eine Trierer Stadtauswahl, in der die besten Spieler der „05er“ und „06er“ zusammenspielten. So zum Beispiel am 3.5.1931, als diese Auswahl die Nationalmannschaft von Luxemburg mit 8:0 nach Hause schoss.

1930 wurde vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Weitz die Sportanlage „Auf der D’ham“ eröffnet, dem heutigen Moselstadion. Der SV Trier 05 änderte 1930 seinen Namen in „Sportverein Westmark Trier 05“ um und Spiele gegen den „Noch-Rivalen“ vom SV Eintracht Trier 06 fanden vor großer Kulisse auf der neuen Sportanlage statt.

Nach dem zweiten Weltkrieg fiel aus poltischen Gründen der Zusatz Westmark wieder weg und der SV Trier 05 konnte den Spielbetrieb in dieser Zeit trotz aller Schwierigkeiten aufrecht erhalten. Am 12.5.1946 gab es das erste Derby zwischen dem SV Trier 05 und dem SV Eintracht Trier 06, welches mit 4:3 endetete.

Und dann kam der 5. März 1948, fast genau 43 Jahre nachdem Ernst Vent den „Trierer Fußball-Club 1905“ gründete. An diesem für den Trierer Fußball denkwürdigen Tag fusionierten die beiden größten Fußballvereine der Moselstadt, dem SV Trier 05 und dem SV Eintracht Trier 06, zum „SV Eintracht Trier 05“. Und damit ging der Spaß los !!!

Die „neue“ Eintracht schaffte den Sprung in die Oberliga Südwest, damals die höchste deutsche Spielklasse. Dort gab es packende Duelle mit Traditionsteams wie dem 1.FC Saarbrücken, FK Pirmasens, Wormatia Worms, TuS Neuendorf und vor allem dem 1.FC Kaiserslautern, der zu dieser Zeit alles bestimmenden und überragenden Mannschaft Deutschlands. Mit Spielern wie den Walter-Brüdern und Horst Eckel. Zu diesen Spielen strömten mehr als 20.000 Zuschauer ins Trierer Moselstadion.

Bis zur Saison 1961/62 konnte man die Klasse mit großen Erfolgen halten, stieg jedoch nach dieser Saison in die 2. Liga Südwest ab.

Doch direkt in der nächsten Saison 62/63 konnte sich die Eintracht für die neu gebildete Regionalliga Südwest qualifizieren. In den kommenden Jahren gab es viele sportliche Highlights und nicht selten kamen mehr als 10.000 Zuschauer zu den Spielen.
Leider kamen dann zu den nicht zu ersetzenden Spielerabgängen finanzielle Probleme, sodass im Jahr 1973 der Abstieg in die Rheinlandliga folgte.

Doch wie so oft in der Geschichte unserer Eintracht folgten Tränen der Freude auf Tränen des Leidens. 1974 Vizemeister folgten 1975 und 1976 zwei Meisterschaften in Folge.
Scheiterte man 1975 noch im entscheidenden Spiel der Aufstiegsrunde gegen Eintracht Bad Kreuznach sollte in der darauffolgenden Saison der Aufstieg folgen. In einem denkwürdigen Spiel gegen einen der ewigen Gegner aus Worms konnte man sich mit 5:4 durchsetzen.

In der ersten Saison in der 2. Bundesliga war man sportlich zwar abgestiegen, konnte aber aufgrund des Rückzugs des SV Röchling Völklingen in der Liga bleiben. Die darauffolgenden Saison spielte man zwar immer gegen den Abstieg, dieser konnte aber jedes mal verhindert werden.
Ausgerechnet in ihrer sportlich erfolgreichsten Saison 1980/81 musste man dann doch den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Für die kommende Saison war die Einführung einer eingleisigen 2. Bundesliga vorgesehen, an deren Qualifikation der SVE scheitern sollte. Mit einem Punkt !!!
Besonders bitter war, dass man durch diese verpasste Qualifikation nur noch die Nummer 2 in der Region war, hinter dem FSV Salmrohr.

In den folgenden Jahren startete man unter Horst Brand als Trainer einen Neuanfang mit der damals jüngsten Oberligamannschaft. Man sollte sich in den folgenden Saisons wieder zu einem Spitzenteam der Oberliga Südwest entwickeln. 1984 erlangte man den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Deutsche Amateurmeisterschaft, die folgenden beiden Spielzeiten schloss man jeweils als Dritter ab.
Unvergessen in dieser Zeit bleibt wohl der Erfolg im DFB-Pokal 1985. Mit einem 3:0 Erfolg auswärts!!! beim amtierenden Pokalsieger Bayer 05 Uerdingen konnte man den Einzug ins Achtelfinale feiern, wo man leider gegen Bayer 04 Leverkusen verlieren sollte.
1987 hatte die Eintracht als Südwestmeister wieder die Chance in die 2. Liga aufzusteigen, konnte dies jedoch in der Aufstiegsrunde nicht realisieren.
In den beiden folgenden Spielzeiten konnte man 1988 gegen den VfB Oldenburg und 1989 gegen die SpVgg Bad Homburg die Deutsche Amateurmeisterschaft feiern. Jeweils mit einem 5:4 im Elfmeterschießen.

1994 kam dann die dritte Südwestmeisterschaft hinzu und damit erneut die Chance zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Aufstiegsrunde sollte man aber am SSV Ulm 1846 scheitern. Das ganze wurde bekannt als „Ulmer Spatzenbeschiss“. Man konnte zu Hause die Ulmer zwar mit 2:1 besiegen, jedoch wurde vom DFB das Spiel annulliert. Angeblich hatte ein Trierer Betreuer einem Ulmer Spieler den Spielball in den Unterleib geschossen.
Positiv aus dieser Saison bleibt aber die Qualifikation für die neu eingeführte Regionalliga West-Südwest in Erinnerung.
In dieser Liga gehörte man schnell wieder mal zu den Spitzenteams und konnte sich 1998/99 als Zweiter ein weiteres mal für die Aufstiegsrunde in Liga Zwei qualifizieren. Gegen die Offenbacher Kickers musste man sich jedoch geschlagen geben.

Unvergessen aus den 90er Jahren bleiben vor allem aber die Erfolge im DFB Pokal. In der Saison 1997/98 schlug man in Runde 1 zu Hause die SpVgg Unterhaching mit 2:1. In der nächten Runde wartete mit dem FC Schalke 04 der amtierende UEFA-Pokal-Sieger. Dank eines Tores durch den Pokalhelden Rudi Thömmes in der 76. Minute konnte man sensationell mit 1:0 den Einzig in die 3. Runde feiern.
Im Achtelfinale sollte es dann nochmal eine Steigerung geben. Es wartete niemand anderes als der Championsleague-Sieger und spätere Weltpokalsieger Borussia Dortmund! In einem atemberaubenden Spiel im mit 17.00 Zuschauern restlos ausverkauftem Moselstadion konnte man sich dank der Tore von abermals Rudi Thömmes und Marek Czakon mit 2:1 durchsetzen. Ein Erfolg den zur damaligen Zeit niemand in Deutschland für möglich gehalten hatte. Die ganze Nation sprach über unseren SVE !!!
Im Viertelfinale trafen dann zwei Überraschungsteams im Moselstadion aufeinander. Der SV Waldhof Mannheim wurde dank eines Tores von Dirk Fengler mit 1:0 nach Hause geschickt.
Halbfinale!!! Eine unfassbare Geschichte !!!
Und was erwartete alle für ein Spiel! Extra wurde ein Flutlicht im Moselstadion installiert, damit das Spiel live im ZDF übertragen werden konnte. Und zum Glück konnte so ganz Deutschland dieses denkwürdige Spiel live am TV verfolgen.
Der MSV Duisburg war zu Gast. Und es sollte ein Spiel werden über das noch sehr lange gesprochen wurde. Als Michael Zeyer in der 51. Minute den Bundesligisten mit 1:0 in Führung schoss und die Zeit verstrich. Die Eintracht gab sich aber einfach nicht auf und wurde dann in der 89. Minuten durch einen Treffer von Dirk Fengler mit dem Ausgleich belohnt. Verlängerung! Hier hatte der SVE deutliche Vorteile, konnte aber den entscheidenden Treffer nicht setzen.
So kam es zum Elfmeterschießen. Und Mensch, war das eins. Als beim Stand von 9:9 alle Feldspieler geschossen hatten mussten die Torhüter ran. Thomas Gil auf Seiten von Duisburg konnte zum 9:10 verwandeln. Nun war es an Daniel Ischdonat, einem der Pokalhelden, abermals den Ausgleich zu schaffen. Leider konnte Ischi dem Druck nicht standhalten und schoss flach links am Pfosten vorbei.
Der Traum war zu Ende. Der MSV Duisburg unterlag im Finale dem FC Bayern.

Und wie so oft in der Geschichte von Eintracht Trier lagen Erfolg und Misserfolg eng beieinander. Im Jahr 1999 geriet man in finanzielle Probleme und musste Insolvenz beantragen. Erst im folgenden Jahr konnte das Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen werden.
Aber selbst in dieser schwierigen Zeit hielten die Trierer ihrer Eintracht bei und mit dem „Trierer Jung“ Paul Linz sollte ein Trainer geholt werden, der Stadt und Verein durch und durch kannte.

Die Saison 1999/2000 schloss man als 5. ab, in der darauffolgenden Saison sollte man denkbar knapp, nur aufgrund der weniger geschossenen Tore gegenüber dem 1. FC Schweinfurt 05 als 4. am Aufstieg in die 2. Bundesliga scheitern.

Doch in der Saison 2001/02 wurde dann der große Traum Wirklichkeit. Nach langen 21 Jahren konnte dank eines 2:1 Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim die Rückkehr in die 2. Bundesliga gefeiert werden. Am Ende einer wieder mal dramatischen Saison stand der 2. Platz hinter Wacker Burghausen zu Buche. Die Mannschaft von Paul Linz wurde bei einer riesen Feier vor dem Wahrzeichen der Stadt, der Porta Nigra, Zeuge wie sehr sich Trier und seine Bewohner diesen Aufstieg gewünscht haben. Noch lange Zeit nach dem sportlichen Aufstieg wurde ausgiebig gefeiert!

So begann in der Saison 2002/03 das Abenteuer 2. Liga. Und wie es begann. Die Eintracht konnte von Beginn an nicht nur mithalten, sondern war zeitweise sogar Tabellenführer und bis zuletzt ein Aufstiegskandidat für die Bundesliga! Am Ende einer unfassbaren Saison stand der 7. Tabellenplatz. Der Verein, die Mannschaft, das Publikum und die Stadt haben in diesem Jahr gezeigt was in Trier alles möglich sein kann.

In der folgenden Spielzeit lief zunächst genau andersherum wie in der Vorsaison. Die Mannschaft tat sich schwer und konnte zum Ende der Hinrunde nur den 16. Tabellenplatz belegen, was ein Abstieg in die 3. Liga zufolge hätte. Doch dank einer sensationellen Rückrunde, in der man mit 28 Punkten die 4. Beste Runde spielte, konnte man den Abstieg mit dem 11. Platz und 6 Punkten Vorsprung verhindern.

2004/05, eine Saison die am Ende mit einem der dramatischsten und engsten Abstiegen in der Geschichte der 2. Bundesliga enden sollte. Die Mannschaft von Trainer Paul Linz stand über die komplette Saison nicht ein einziges mal auf einem Abstiegsplatz. Am 32. Spieltag hatte man dank eines überragenden 2:1 Auswärtserfolg beim Meister und Aufsteiger 1. FC Köln 38 Punkte und damit 5 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Im folgenden letzten Heimspiel der Saison gegen Dynamo Dresden sollte ein weiteres Jahr 2. Liga klar gemacht werden, jedoch unterlag man am Ende deutlich mit 2:4. Dieses Ergebnis, und vor allem die 4 Gegentore sollten dem Verein noch teuer zu stehen kommen. Man war nun mit 38 Punkten zwei Punkte vor dem LR Ahlen, der als 15. den ersten Abstiegsrang inne hatte. Direkt vor der Trierer Eintracht rangierte Energie Cottbus mit einem Punkt mehr und einem Torverhältnis von -12 gegenüber -14 auf Trierer Seite.
Der letzte Spieltag hatte es dann sowas von in sich. Cottbus spielte beim KSC, für die es um nichts mehr ging. LR Ahlen bei 1860 München und die Eintracht aus Trier ausgerechnet beim alten Erzrivalen, dem 1. FC Saarbrücken. Der KSC konnte die Cottbuser mit 3:2 schlagen, während zeitgleich der LR Ahlen 4:3 bei den 60ern gewinnen konnte. Der SVE ging in Saarbrücken bereits in der 7. Minute dank eines Treffers von Sebastian Becker 1:0 in Führung. Nach dem Ausgleich vom FCS versank die Mannschaft allerdings in eine Art Lethargie und auch die über 3500 mitgereisten Trierer Fans waren nur noch damit beschäftigt die Spielstände der anderen Partien am Radio, per SMS und auf der Anzeigetafel zu verfolgen. Es ging auf den anderen Plätzen hin und her. Am Ende jedoch war klar, der SV Eintracht Trier 05 musste aufgrund des um ein Tor schlechteren Torverhältnis gegenüber Energie Cottbus den Gang in die 3. Liga antreten.
Spieler, Trainer, Verantwortliche und vor allem die Fans konnten es einfach nicht fassen. Der Traum der 2. Liga war fürs Erste beendet. Und zu allem Überfluss ausgerechnet auch noch im Jahr des 100-jährigen Bestehens !!! Eine Geschichte wie sie leider nur der Trierer Fußball schreiben konnte.

Nachdem aufgrund einer Handgreiflichkeit von Paul Linz gegenüber eines Fans der Trierer Eintracht dieser als Trainer entlassen werden musste, wurde der ehemalige SVE-Kapitän Michael Prus als neuer Übungsleiter für die Saison 2005/06 engagiert. Der Verein setzte viel auf den neuen Trainer und vor allem auf die jungen Spieler die aus der eigenen Jugendarbeit hervorgingen und nun zusammen mit einigen erfahrenen Profis wie Harry Koch und Markus Lösch die 3. Liga erfolgreich bestreiten sollten. Dieses Unterfangen war leider schon sehr früh zum Scheitern verurteilt und auch ein Trainerwechsel zu Eugen Hach schon im Oktober 2005 sollte nicht helfen den erneuten Abstieg zu verhindern.
Am Ende stand ein Abstieg in die vierte Liga zu Buche. So niedrig hatte der SVE in seiner ganzen Geschichte nie gespielt!

Die Saison 2006/07 stand erneut unter dem Zeichen eines Neuaufbaus. Mit Sportdirektor Adnan Kevric wurde ein alter bekannter als Sportdirektor eingestellt. Trainer wurde Roland Seitz. Dieser verließ den Verein allerdings schon nach kurzer Zeit, da er vom SC Paderborn ein Angebot eines Zeitligisten nicht ausschlagen konnte. Was darauf folgte war eine Saison und vor allem ein Wechselspiel auf der Trainerbank das seines gleichen sucht. Auf Seitz folgte Marco Pezzaiuoli, der jedoch nur 8 Wochen im Amt bleiben sollte und wegen fehlendem Erfolg entlassen wurde. Adnan Kevric übernahm fortan den Trainerposten. Jedoch nur bis zum 3. März 2007, nachdem man zu Hause gegen den FV Engers mit 0:2 verlor und somit der Aufstieg nahezu unmöglich erschien. Dieser war allerdings finanziell und sportlich gesehen von Bedeutung. Auf Kevric folgte der bisherige A-Jugend Trainer Herbert Herres, doch auch dieser hielt nur bis zum 3. April durch und musste nach einer 1:3 Niederlage gegen Wirges zurücktreten. Unmittelbar nach ihm wurde mit Werner Kartz ein ehemaliger Spieler der Eintracht der neue Mann an der Linie. Unter seiner Leitung fand die Mannschaft langsam wieder zur alten Stärke zurück und konnte am Ende immerhin den Gewinn des Rheinlandpokals erringen, was gleichbedeutend war mit dem Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals. In der Liga sprang am Ende ein 5. Platz heraus.

Zur Saison 2007/08 wurde mit Werner Weiss wieder mal ein neuer Trainer geholt, der gleichzeitig auch eine runderneuerte Mannschaft zusammenstellte. In dieser Saison ging es darum, einen der ersten 4 Plätze zu belegen, um sich für die neue Regionalliga West qualifizieren zu können. Sportlich begann die Saison mit einem absoluten Highlight, zumindest wenn man Fan von Schalke 04 ist. Denn die Mannschaft aus dem Ruhrpott kam mal wieder nach Trier um im DFB-Pokal die Schmach von 98/99 vergessen zu machen. Und das taten die Jungs von Trainer Mirko Slomka auch. Beim 0:9 wurden den Trierer Spielern die Grenzen klar und deutlich aufgezeigt.
Doch die Mannschaft reagierte in der Liga prächtig auf das Debakel im Pokal. Mit 8 Siegen in den ersten 8 Spielen der Saison. Erst am 11. Spieltag verlor man das erste Spiel gegen Wirges. Am Ende der Saison stand mit Platz 4 dann die erfolgreiche Qualifikation zur neuen Regionalliga fest.
Und auch den Rheinlandpokal konnte man erneut gewinnen, dank eines 2:0 nach Verlängerung gegen die Zeite Mannschaft von TuS Koblenz.

Neue Saison, neues Glück. Das Spieljahr 2008/2009 wurde mit dem Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin eröffnet. Dieses verlor man äußerst knapp mit 1:3. Anders als im Jahr zuvor startete man sehr schlecht in die neue Liga. Nach einem 0:5 Debakel daheim gegen Cloppenburg am 3. Spieltag musste Werner Weiss den Posten als Trainer beim SVE räumen. Eine Woche später stand beim Spiel bei der Wormatia aus Worms ein neuer Mann an der Bank: Mario Basler. Der ehemalige Nationalspieler wurde von TuS Koblenz geholt und erst nur als Trainer, wenige Zeit später auch als Sportlicher Leiter und Nachfolger von Werner Kartz eingestellt. Mit ihm konnte sich die Mannschaft nach und nach wieder fangen und am Ende der Saison stand ein 13. Platz in der Regionalliga West.
Und wieder einmal stand die Eintracht im Finale des Rheinlandpokals. Dieses mal ging es gegen den Oberligisten SV Rossbach/Verscheid. Das Spiel konnte nach hartem Kampf in der Verlängerung mit 2:0 gewonnen werden und so hieß es auch in der kommenden Saison wieder: Eintracht Trier im DFB Pokal.

Und diese Chance nutzten die Jungs um Mario Basler. Mit einem 3:1 Sieg, nach 0:1 Rückstand,  gegen den Bundesligisten Hannover 96 konnte man den sensationellen Einzug in die 2. Runde feiern.
Dort wartete Arminia Bielefeld, zu dieser Zeit in der 2. Bundesliga. Mit unfassbaren Sieges- und Kampfeswillen konnte man dank zweier Treffer von Senesie ein 0:2 noch in ein 2:2 umbiegen und die Verlängerung erreichen. Dort waren es dann Risser und abermals der Pokalheld Senesie, die eine weitere Sensation perfekt machten. Mit 4:2 n. V. konnte man nun auf den nächsten Gegner warten.
Im Achtelfinale sollte dann der 1. FC Köln seine Visitenkarte im Trierer Moselstadion abgeben. Die Mannschaft von Trainer Soldo ließ der Eintracht an diesem Tag nicht den Hauch einer Chance und konnte das Spiel locker und souverän mit 3:0 gewinnen. Aber wieder einmal Sprach die Nation über Eintracht Trier und die DFB-Pokal Geschichte des SVE wurde um ein weiteres Kapitel reicher.
Zeitgleich lief es in der Liga alles andere als Rund für Mario Basler und sein Team. Nach einem 1:3 bei der Zweitvertretung von Schalke 04 war das Kapitel Basler bei Eintracht Trier beendet. Neuer Trainer wurde der bisherige Jugendkoordinator Reinhold Breu, der jedoch auch nicht den erwarteten sportliche Erfolg bringen konnte. Im April 2010 gab es dann eine Rückkehr von Roland Seitz als Cheftrainer bei Eintracht Trier. Doch den sportlichen Abstieg konnte man nicht mehr verhindern. Am 32. Spieltag war nach einer 0:1 Heimniederlage gegen den VfL Bochum II der Gang in die Oberliga Südwest besiegelt. Am Ende stand Platz 18.
Die Verantwortlichen planten bereits für einen Neuanfang in der Oberliga, als am 8. Juni 2010 die Meldung kam, dass mit dem SV Waldhof Mannheim, Bonner SC und RW Essen drei Mannschaft keine Lizenz für die Regionalliga erhielten. Somit konnte man doch noch den Verbleib in der Liga feiern.
Sportlich wesentlich erfolgreicher war man abermals im Rheinlandpokal. Nach einem 2:1 Sieg über die SpVgg Burgbrohl konnte man sich den Pokal zum 4. mal in Folge sichern und somit auch in der kommenden Saison an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals teilnehmen.

Saison 2010/11: Roland Seitz machte nach der desaströsen Vorsaison mit 15 neuen Spielern einen kompletten sportlichen Neuanfang. Spieler wie Kulabas, Cinar, Hollmann, Karikari, Kuduzovic, Mössner und vor allem Meha holte der Seitz nach Trier. Mit dieser durch und durch zusammengewürfelten Truppe konnte man am Ende einer herausragenden Saison den 2. Platz hinter Aufsteiger Preußen Münster feiern. Und das alles, nachdem man im Sommer noch am Boden lag und für die Oberliga Südwest plante. Eine fantastische Saison, mit einem Team, dass sich als solches auch präsentierte. Im Pokal sollte man im Übrigen in der ersten Runde mit 0:2 am 1. FC Nürnberg scheitern, was aber in dieser Spielzeit wenig von Bedeutung war.
Den Rheinlandpokal gewann man auch in dieser Saison wieder. Im Finale konnte man sich zu Hause gegen die eine Klasse höher spielende TuS Koblenz mit 2:0 durchsetzen. Der 5. Pokalsieg in Folge, der 11. insgesamt. Einmalig in Deutschland!

Somit ging man als heißer Aufstiegskandidat in die Saison 2011/2012. Trotz bedeutender Abgänge wie Meha, Kapitän Cinar und Torjäger Kulabas konnte man sich zunächst in der Spitze der Liga festsetzen.  Nebenbei besiegte man im DFB-Pokal den 2. Ligisten 1.FC St. Pauli mit 2:1 und musste sich in der 2. Runde dann gegen den HSV ganz knapp nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben. Wieder einmal schrieb man Pokalgeschichte !
In der Liga lief es gut, man konnte zum Ende der Hinrunde Platz 2 belegen und hatte nur 2 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus Lotte.
Jedoch kam es innerhalb der Rückrunde zu Streitigkeiten innerhalb der Mannschaft. Gerüchte kamen auf, der ein oder andere Spieler wolle gar nicht aufsteigen. Dies führte dazu, dass es teamintern nicht mehr stimmte und dies sich auf die Leistungen auf dem Platz auswirkte. Am Ende einer sportlich und auch menschlich enttäuschenden Saison stand ein 4. Platz und 13 Punkte Rückstand auf den Aufsteiger aus Dortmund zu Buche.
Zu allem Überfluss verlor man auch noch im Rheinlandpokal-Halbfinale bei TuS Mayen, was das Tuch zwischen Fans und teilen der Mannschaft zerreißen lies. Somit konnte man sich nach 5 Jahren nicht für den DFB Pokal qualifizieren. Dies war finanziell gesehen für den Verein eine Katastrophe, war man doch auf die Einnahmen aus dem Pokalspiel angewiesen, da aufgrund einer erneuten Ligareform die Fernsehgelder in den Regionalligen wegfielen.

So geht es dann in die aktuelle Saison 2012/13. Diesmal spielt man wieder in der „alten“ Regionalliga Südwest. Gegen Teams wie Wormatia Worms, Hessen Kassel, Waldhof Mannheim, Bayern Alzenau, Pfullendorf usw. Einige Spieler haben den Verein verlassen, neue kamen hinzu. Trainer ist weiterhin Roland Seitz und nach einem zwischenzeitlichen Tief konnte man sich im Laufe der Hinrunde wieder fangen und hat den Anschluss nach einem der beiden Relegationsplätze noch nicht verloren…

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